|
14
Apr |
Klopapier und Rasierschaum: Die wahren Hintergründe der Mai-Nacht
posted by Pizzafari |
|||||
|
Wenn es um die Tradition des 1. Mai geht, denken die meisten inzwischen wohl an Krawall-Demos in Berlin. Dabei gerät ein anderer Aspekt zunehmend in Vergessenheit: Die sogenannte Freinacht. Vor allem im süddeutschen Raum ist es in dieser Nacht Brauch, heimlich Streiche zu spielen. Verbreitete Scherze sind Autos in Toilettenpapier einzuwickeln oder Rasierschaum auf Türklinken zu schmieren. Häufig werden aber auch Dinge, die im Freien stehen, irgendwo versteckt oder auf Dächer gestellt. Woher kommt dieser Brauch? Freinächte gab es früher auch vor vielen anderen Feiertagen. Da es sich unter Bauern schickte, am Feiertag kein Gerät auf dem eigenen Hof herumstehen zu lassen, zog in der Nacht auf den Feiertag die Dorfjugend aus, um entsprechende Verstöße „aufzuräumen“. Offene Tore wurden ausgehängt, herumstehende Heuwägen zerlegt und meist auf Scheunendächern des Schuldigen wieder aufgestellt. Der Brauch, am 1. Mai andere Streiche zu spielen, kam erst in den 1980ern auf. |
||||||
|
||||||






